Wer? Was? Für wen? Wie?
In der planungstheoretischen Fachdiskussion bleiben mehr einfache Fragen offen als dies für die Verständigung gut ist

Klaus Selle
»›Am Anfang jeden Theoretisierens steht die kritische Begriffsarbeit‹. Sätze wie diesen liest man allenthalben in Einführungstexten zu unterschiedlichen Wissenschaften. Für die Planungstheorie scheinen sie aber lange Zeit keine starke Prägekraft gehabt zu haben. Denn »Wer sich anschickt, von ›Planung‹ zu reden, muss vorweg als Ausgangslage zur Kenntnis nehmen: Es herrscht eine gerade abenteuerliche Grenzenlosigkeit des Planungsbegriffs vor« (Keller 2006, I.352). Das gilt auch heute noch. Der Text von Gérard Hutter, der hier zum Ausgangspunkt einiger Anmerkungen und Vorschläge genommen wird, ist in Vielem der vorherrschenden Argumentationsweise in der Planungstheorie verpflichtet und eignet sich daher gut zur Verdeutlichung der einfachen Fragen, die wir beantworten sollten, wenn wir in der Verständigung über den noch zu benennenden gemeinsamen Gegenstand weiter kommen wollen. Insofern geht es hier auch nicht um Kritik am Beitrag selbst, sondern um die hier nur exemplarisch vorzufindenden Unklarheiten unserer Diskussion. ...«
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