Strategieentwicklung heute – Zum integrativen Management konzeptioneller Politik (am Beispiel der Stadtentwicklungsplanung)


Ernst-Hasso Ritter

»Als nach dem zweiten Weltkrieg die gröbste Not behoben war, stellte sich die Frage, nach welchem Zukunftskonzept die zerstörten Städte wieder aufgebaut werden sollten. Dabei zeigte sich ziemlich bald, dass es kaum um die bloße Wiederherstellung des ehemals Gewesenen und dass es nicht allein um die reine Fachaufgabe »Städtebau« gehen konnte. Verlangt waren vielmehr konzeptionelle Vorstellungen darüber, wie das soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben der Menschen in den Städten künftig aussehen sollte, wie die verschiedenen Fachkompetenzen in den Städten daran mitwirken konnten und auf wie die Maßnahmen zu finanzieren war. Es gab das Bedürfnis nach einer konzeptionellen Stadtpolitik. Schon Ende der 1950er Jahre hatte Norbert J. Lenort die gemeindliche »Entwicklungsplanung als vorausschauende Gestaltung des gemeindlichen Lebens« zur »Aufgabe aller Zweige der Selbstverwaltung« erklärt, die dem »Leitbild von der wohlgestalteten Gemeinde« folgen müsse (LENORT 1958, 9 f). So entstand allmählich die kommunale Aufgabe »Stadtentwicklungsplanung« (dazu auch LAUX 1972), zunächst in den Großstädten, später auch in vielen mittleren und kleineren Städten (zur Historie vgl. KEPPEL 2004,11 ff.). …«

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