Corporate Urban Responsibility? 

Hans-Hermann Albers 

albers_hans-hermann.png»Gesellschaftliches Engagement und nachhaltiges Wirtschaften haben sich in den meisten europäischen Unternehmen etabliert. Vielfach wirken Unternehmen in diesem Kontext als Akteure in Bereichen der Stadtentwicklung. Sie engagieren sich für ökologische Themen, den optimierten Umgang mit Ressourcen, aber auch für die Errichtung und den Erhalt von Sozial- und Kulturbauten oder öffentlichen Räumen. Dabei entstehen neue Planungsprozesse und Funktionsansprüche. Das nützt vielen Städten, stößt aber auch auf Kritik.«

Fortschreitender gesellschaftlicher und ökonomischer Strukturwandel schaffen neue Bedingungen für die Stadtentwicklung. Klassische Stadtplanung »von oben« mit fordistischen Steuerungsmodellen wurde in den letzten Jahrzehnten durch heterogene und kooperative Planungsprozesse ersetzt. Sowohl Bürger als auch Unternehmen werden aufgefordert mitzugestalten – nicht zuletzt weil staatliche Finanzressourcen abnehmen und die Aufgabenerfüllung komplexer ist. Und so bilden sich immer mehr Bürgerinitiativen, Bürgerstiftungen oder private Spendenaktionen im Stadtentwicklungskontext – Stichwort »Bürgergesellschaft«. Unternehmen engagieren sich mit »Corporate Social Responsibility«-Strategien (CSR) oder mit Nachhaltigkeitsprojekten. Das funktioniert vielerorts gut, hat aber auch zahlreiche Folgen für den urbanen Raum.