Marion Klemme
Der Klimawandel trifft nicht alle Gegenden gleichermaßen. Die Folgen unterscheiden sich sowohl groß- als auch kleinräumig: In Deutschland etwa werden im Oberrheingraben die Hitzetage zunehmen, Regionen des Ostens müssen mit mehr Trockenheit rechnen, an den Küsten und entlang der großen Ströme ist Hochwasserschutz gefordert, andere Regionen müssen um den Verlust ihrer wirtschaftlichen Basis (z.B. Wintertourismus) fürchten und so fort. Einen standardisierten Umgang mit den veränderten Bedingungen kann es demnach nicht geben (vgl. Baasch/Bauriedl/Winkler 2008, 67). Demzufolge ist hinsichtlich notwendiger Klimaschutz- und Anpassungsstrategien lokal und regional eine Verständigung darüber zu erzielen, welchen Problemen man sich wie zu stellen hat und welche Handlungspfade am ehesten Erfolg versprechen. Wenngleich sich hier die Frage stellt, ob es gelingen kann, einen auf breiter Basis mitgetragenen Konsens über die Ziele und geeignete Mittel zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung herzustellen. Diese Frage musste für die internationale Ebene in Kopenhagen mit »Nein« beantwortet werden – die Welt-Klima-Konferenz vom Dezember 2009 scheiterte diesbezüglich.
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