Karl-Michael Höferl
Speziell in den Themenbereichen Naturgefahren und Klimawandel erweist sich die aktuelle raumplanerische Diskussion durchzogen von einem Begriff: dem des Risikos. Dabei steht einer vordergründigen alltagssprachlichen Klarheit das fachliche Eingeständnis gegenüber, dass Risiko für unterschiedliche Personen(gruppen) unterschiedliche Bedeutungen aufweist. Gerade weil sich Risiko somit als schillernder Begriff erweist, versucht dieser Beitrag Anregungen zu Inhalten, Umfang und Struktur der momentanen und zukünftigen raumplanerischen Auseinandersetzung mit Risiken zu geben. Dazu wird zunächst erörtert, wie österreichische PlanungsexpertInnen den Begriff Risiko fassen und welche Risiken aus deren Sicht Handlungen der Raumplanung erfordern. Vor diesem Hintergrund wird der Frage nach der inhaltlichen Treffsicherheit der Verwendung des Begriffs Risiko nachgegangen. Als Ergebnis dieser Überlegungen steht folgender Vorschlag: Den solitären Begriff Risiko gegen unterschiedliche Klassen an Unsicherheit einzutauschen und diesen Klassen mit unterschiedlichen Planungsstrategien zu begegnen.
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