Anonymus
»Und als der Pfingsttag gekommen war, waren sie alle an einem Ort beieinander. Und es geschah plötzlich ein Brausen vom Himmel wie von einem gewaltigen Wind und erfüllte das ganze Haus, in dem sie saßen. Und es erschienen ihnen Zungen zerteilt, wie von Feuer; und er setzte sich auf einen jeden von ihnen, und sie wurden alle erfüllt von dem heiligen Geist und fingen an, zu predigen in andern Sprachen, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.« Apg 2,1-4
Wunder gibt es immer wieder – zuletzt scheint der heilige Geist in Stuttgart hernieder gestiegen zu sein. Seitdem preist alle Welt die Beteiligung von Bürgern in den höchsten Tönen. Von den bayerischen Bergen bis zu den Offshore-Windkraftanlagen vor der deutschen Küste scheint man sich einig: Wenn die Bürger sich gegen unterirdische Bahnhöfe, neue Anflugrouten großer Flughäfen, Brücken, Güterbahngleise oder Häfen wehren, muss wohl etwas schief gelaufen sein im Planungsprozess. Angesichts der horrenden Kosten eines Baustops scheint noch die üppigste Honorarrechnung eines Kommunikationsexperten gerechtfertigt. Neue Beteiligungsverfahren sollen also Bürger… – ja was eigentlich? ... Überzeugen? ... Über das Projekt entscheiden lassen? ... Begleitmaßnahmen – quasi zum Ausgleich für jahrelangen Baulärm - aussuchen lassen? ... Zur Finanzierung von Maßnahmen im eigenen Umfeld bewegen?
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