Planungskultur: Plastikwort oder Passepartout?
Anne Casprig
»Die Planungslandschaft in Deutschland hat sich insbesondere in den letzten Jahren zu einem sehr heterogenen, teils unüberschaubaren Feld entwickelt. Diese Vielfalt lässt sich auf Veränderungen in und durch die Gesellschaft, wie der Wiedervereinigung, der Globalisierung und dem Zusammenwachsen der EU, einem sich wandelnden Staatsverständnis und ökolo-gischen, ökonomischen und sozialen Konflikten sowie der Technisierung zurückführen. Transformationen haben jedoch nicht nur Einfluss auf die Zunahme und Heterogenität von Akteurinnen und Akteuren in der räumlichen Planung, sondern auch auf den Sprachgebrauch. Mit Hilfe von Sprache versuchen die Planerinnen und Planer der Vielfalt gerecht zu werden, indem sie die aus der Vielfalt entstehenden Probleme und ihre räumlichen Auswirkungen mit Hilfe von „Grundbausteinen des Planungswissens“ (Schönwandt et al. 2005) in Worte zu kleiden versuchen. ...«
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