Diedrichs_2_2009

Standort-Los im Land der Ideen: Das Prinzip Garage


Carlo Diedrichs, Jörg Rainer Nönnig, Sven Richter

»Die Bundesregierung hat Deutschland zum „Land der Ideen“ ernannt1. Am Wunschbild einer „Innovationskultur“ ist der Teil, der die ‚Kultur’ betrifft, der weitaus am schwierigsten zu verwirklichende. Er ist aber der wichtigste. „Realien“ bereitzustellen, ist vergleichsweise einfach. Die bestmöglichen Bedingungen in Form von Forschungsinstituten und -laboren, Start-Up-Centern, Bibliotheken, Forschernetzwerken etc. sind aber nur Rahmenbedingungen. Wenn das fehlt, was man so allumfassend, jedoch auch ebenso unbestimmt mit ‚Kultur’ bezeichnet, bleibt nur der Wissensalltag, die Verwaltung und allmähliche Vermehrung von kleinschrittigen Einsichten – was auch eine Kultur ergibt, nur eben keine von Innovationen geprägte. Die zündenden Ideen bleiben aus. Eine Innovationskultur aber lebt von Ideensprüngen. Erfindertum und kreatives Ausprobieren scheinen so etwas wie rein natürliche Phänomene zu sein, sie entziehen sich einer willkürlichen Beeinflussung und lassen sich nicht per Ernennung erzeugen. Sie sind keine Nebeneffekte, sondern Ausgangsbedingungen, ohne die man nicht auskommen kann. ...«

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