rössler_1-2011
Stefanie Rößler
Denkt man an schrumpfende Städte, liegt das Bild einer grünen Stadt nahe: Begrünte Baulücken, aufgeforstete Rückbauflächen und neue Parks auf Brachflächen versprechen mehr Umwelt- und Lebensqualität.
Der geringe bauliche Nachnutzungsdruck – ca. 85 % aller Rückbauflächen werden nicht wieder bebaut (BMVBS / BBR 2007, S. 48) – macht den Umgang mit den neuen Brach- und Freiflächen zur zentralen Stadtumbauaufgabe (BBR 2005, S. 24). Grüne Nachnutzungen sind in schrumpfenden Städten einerseits oft die einzig mögliche Flächenverwertung, andererseits aber auch ein Weg, Stadtumbau als Strategie einzusetzen, lebenswerte Städte zu erhalten und zu entwickeln. Für die Disziplin der Freiraumplanung liegen damit die Chancen auf der Hand (Böhme 2007; Giseke / Spiegel 2007), wenngleich das Thema Freiraumentwicklung zu Beginn des Stadtumbaus eher vernachlässigt wurde. Mittlerweile wurden jedoch vielfältige Konzepte und Projekte geplant und umgesetzt und das Thema ist auch in der Stadtumbaudebatte und nicht mehr nur bei Fachplanern auf der Agenda (vgl. BMVBS / BBSR 2009; Fuhrich 2009). Es scheint also Einigkeit bei den Akteuren über die Dringlichkeit der Beschäftigung mit den Themen Nachnutzung und Freiraumentwicklung im Stadtumbau zu herrschen. Das bedeutet wiederum nicht, dass sich die Akteure auch über das »Wie?«, »Wer?« und »Womit?« einig wären.
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