Diskussion


Auf PNDonline möchten wir nicht nur interessante Texte anbieten, sondern darüber hinaus eine Diskussionsplattform aufbauen. Zu ausgewählten Themen und Fragestellungen präsentieren wir Beiträge aus der Redaktion. Ein wesentliches Anliegen ist es, unsere Leserinnen und Leser einzuladen, sich an diesen Debatten zu beteiligen - mit eigenen Statements oder Hinweisen auf passende Beiträge.

 

Planungsethik in der Planungspraxis - Auftakt zu Dialog und Reflexion


Uwe Altrock

»Planerinnen und Planer werden in ihrer Ausbildung auf die verschiedenste Weise mit Ansprüchen an die Qualität ihrer Arbeit konfrontiert. Diese reichen von allgemeinen Forderungen nach einer Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsfragen in der räumlichen Entwicklung über anwendungsbezogene Planungs- und Entwurfstechniken bis hin zu ihrer künftigen Rolle als reflektierte Planer in einer Praxis, in der sie sich mit unterschiedlichsten gesellschaftlichen Ansprüchen auseinandersetzen müssen. Zwischen planerischem Anspruch und gesellschaftlicher Realität ist auf vielen Ebenen zu vermitteln. Die hehren Ziele, einmal alles besser machen zu wollen als die draußen vorgefundene Planungswirklichkeit, sind dabei einem harten Realitätstest bis hin zum Praxisschock und anfänglicher Frustration ausgesetzt. Im Rahmen der Berufspraxis bestehen zwar in den berufsständischen Organisationen und Berufsverbänden wichtige Foren für einen Austausch über die genannten Ansprüche, doch ist keineswegs sicher, wie intensiv sie dazu genutzt werden. Letztendlich ist davon auszugehen, dass Planerinnen und Planer in der Praxis veränderte Rahmenbedingungen und veränderte Ansprüche an ihre Arbeit über gesetzliche und andere Vorgaben vermittelt bekommen und sich über sie in ihrem unmittelbaren Arbeitsumfeld austauschen. ...«

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Hier finden Sie erste Beiträge zur Diskussion. 

 

Eine Umfrage zur “Planungskultur”


Über Planungskultur wird (wieder) viel gesprochen. Konferenzen, Werkstätten und Publikationstitel signalisieren eine neue Aufmerksamkeit für dieses Thema. Es besteht aber, erneut, die Gefahr, dass alle das gleiche Wort verwenden, aber Verschiedenes meinen. Daher möchten wir die Möglichkeiten der PND-Plattform nutzen, um eine Umfrage zum Verständnis des Begriffes in Gang zu setzen, zu dokumentieren und in mehreren Schritten auszuwerten.

Wir haben zwei einfache Fragen gestellt:
1. Was verstehen Sie unter »Planungskultur«?
2. Wenn »Planungskultur« Gegenstand empirisch orientierter wissenschaftlicher Arbeit werden soll, welche Forschungsfragen sind aus Ihrer Sicht sinnvoll (und welchen Ertrag erwarten Sie von ihnen)?
und baten um eine knappe Beantwortung.

Hier finden Sie den Aufruf zur Umfrage.

Die Rückmeldungen zu der Experten-Umfrage haben wir fortlaufend in den Ausgaben IV|2007 , I|2008 und II|2008 präsentiert. Eine  „Zusammenschau“ der Antworten sowie erste Eindrücke - zusammengestellt von Rainer Danielzyk und Klaus Selle - finden Sie in der Ausgabe I|2008.


(top)

Umfrage zur Planungskultur: Notizen zu einer anhaltenden Diskussion.


Uwe Altrock

»Wie frühere Versuche, das begriffliche Biest „Planungskultur“ in den Griff zu bekommen, so hat auch die kleine Umfrage unter Fachleuten, die PNDonline in den letzten Monaten durchgeführt hat, erwartetermaßen nicht zu einer abschließenden definitorischen Klärung geführt. Unter den Befragten wie unter den Befragern scheint eine gewisse Ernüchterung darüber Platz zu greifen, ob es sich bei „Planungskultur“ überhaupt um ein fruchtbares Konzept handle - und das vor dem Hintergrund der jahrelangen Auseinandersetzung und der klangvollen Geschichte des Begriffs. ...«

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Planungskultur im Gespräch Was ist gemeint? Wie die Diskussion fortsetzen?
Ein Streitgespräch.


2007/2008 veranstalteten wir eine Umfrage zum Begriff „Planungskultur“, die uns unerwartet viele und unerwartet weit auseinander liegende Antworten eintrug (vgl. die PNDonline-Ausgaben IV/07 bis II/08). In zwei Beiträgen aus der Redaktion (Danielzyk/Selle I/08 und Altrock IV/08) wurden erste Eindrücke zum Ausdruck gebracht und Einschätzungen versucht. Nun war es an der Zeit, die verschiedenen Sichtweisen einmal zusammen zu führen. Das geschah in Form eines Gesprächs von Mitgliedern der erweiterten Redaktion – ergänzt um Katharina Brzenczek und Anne Casprig, die sich in Dissertation bzw. Diplomarbeit ebenfalls mit Aspekten des Themas auseinandersetzen.
Am Anfang des Gesprächs standen Statements der Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die dann im weiteren Verlauf aufeinander bezogen wurden.
Der vorliegende Text entstand auf der Basis eines Transkripts (Dank dafür an Magdalena Wilczynski) und wurde von den Beteiligten durchgesehen.


Selbstverständlich kann und soll dies nicht „Schluss der Debatte!“ heißen. Wer das Gespräch nachliest wird unschwer erkennen, dass hier viele Fäden offen blieben und neue Fährten ausgelegt wurden. Also: Herzliche Einladung zu Widerspruch, Ergänzung und Fortführung. Die PND-Plattform ist offen für Weiteres (ks).

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Planungskultur – nachträgliche Anmerkungen zur Diskussion.


Johann Jessen

»Für die nachträglichen Bemerkungen zur Diskussion, an der ich selbst leider nicht teilnehmen konnte, wähle ich den Weg, die beiden Ausgangsfragen unter summarischem Bezug auf die vielen in der Diskussion vorgebrachten Positionen und Argumente aus meiner Perspektive zu beantworten. ...«

 

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Planungskultur: Plastikwort oder Passepartout?


Anne Casprig

»Die Planungslandschaft in Deutschland hat sich insbesondere in den letzten Jahren zu einem sehr heterogenen, teils unüberschaubaren Feld entwickelt. Diese Vielfalt lässt sich auf Veränderungen in und durch die Gesellschaft, wie der Wiedervereinigung, der Globalisierung und dem Zusammenwachsen der EU, einem sich wandelnden Staatsverständnis und ökolo-gischen, ökonomischen und sozialen Konflikten sowie der Technisierung zurückführen. Transformationen haben jedoch nicht nur Einfluss auf die Zunahme und Heterogenität von Akteurinnen und Akteuren in der räumlichen Planung, sondern auch auf den Sprachgebrauch. Mit Hilfe von Sprache versuchen die Planerinnen und Planer der Vielfalt gerecht zu werden, indem sie die aus der Vielfalt entstehenden Probleme und ihre räumlichen Auswirkungen mit Hilfe von „Grundbausteinen des Planungswissens“ (Schönwandt et al. 2005)  in Worte zu kleiden versuchen. ...«

 

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