Über die nachhaltige Transformation der Stadt
Der »Tag des guten Lebens: Kölner Sonntag der Nachhaltigkeit« 2013-2015: ein soziales Experiment.

Davide Brocchi

»Der Gipfel der Unverbindlichkeit« – mit dieser Überschrift kommentierte die Berliner tageszeitung (taz) am 23. Juni 2012 die vagen Ergebnisse der UN-Konferenz für Nachhaltige Entwicklung Rio+20, die gerade zu Ende gegangen war. Doch war dieser Ausgang wirklich eine Überraschung? Während das Entwicklungsmodell der neoliberalen Globalisierung durch äußerst wirksame internationale Beschlüsse in weniger als zwei Jahrzehnten weltweit durchgesetzt worden ist, sind nennenswerte Schritte bei UN-Konferenzen zum Thema Nachhaltigkeit selten – und selbst diese werden oft nicht konsequent umgesetzt. So wurde 1992 eine ambitionierte Agenda 21 beim Erdgipfel in Rio de Janeiro verabschiedet, vielerorts gilt die Agenda jedoch bereits als unerfüllter Traum. Nur wenige Staaten verfolgen heute die bescheidenen Ziele des Kyoto-Protokolls von 1997, obgleich die globalen CO2-Emissionen seit 1990 um über 50 Prozent gestiegen sind (Olivier et al. 2013). Aus diesem Grund zogen die taz-Autoren ein Fazit, das wie ein Aufruf zum Strategiewechsel klingt: »Die Erdrettung beginnt künftig regionaler«. Warum nicht in der eigenen Stadt, im eigenen Stadtteil oder in der eigenen Straße mit der Erdrettung beginnen?

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