›Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse‹. Zum Aufstieg eines leeren Signifikanten


Michael Mießner

›Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse‹ gilt als einer der zentralen Begriffe, der die Raumplanung und -ordnung seit Gründung der Bundesrepublik Deutschland prägt. Mit ihm wird von einigen die Forderung nach einem gewissen räumlichen Ausgleich verbunden, von anderen hingegen betont, dass es nicht um überall gleiche Lebensverhältnisse gehen könne. Im Beitrag wird gezeigt, dass beide Positionen mit diesem Begriff verbunden werden können, weil er in den 1970er Jahren als politischer Kompromissbegriff ins Bundesraumordnungsprogramm aufgenommen wurde und danach zum leeren Signifikanten aufsteigen konnte, der sich durch eine große Unbestimmtheit auszeichnet.

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