Planungsethik in der Planungspraxis - Auftakt zu Dialog und Reflexion

Uwe Altrock
»Planerinnen und Planer werden in ihrer Ausbildung auf die verschiedenste Weise mit Ansprüchen an die Qualität ihrer Arbeit konfrontiert. Diese reichen von allgemeinen Forderungen nach einer Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsfragen in der räumlichen Entwicklung über anwendungsbezogene Planungs- und Entwurfstechniken bis hin zu ihrer künftigen Rolle als reflektierte Planer in einer Praxis, in der sie sich mit unterschiedlichsten gesellschaftlichen Ansprüchen auseinandersetzen müssen. Zwischen planerischem Anspruch und gesellschaftlicher Realität ist auf vielen Ebenen zu vermitteln. Die hehren Ziele, einmal alles besser machen zu wollen als die draußen vorgefundene Planungswirklichkeit, sind dabei einem harten Realitätstest bis hin zum Praxisschock und anfänglicher Frustration ausgesetzt. Im Rahmen der Berufspraxis bestehen zwar in den berufsständischen Organisationen und Berufsverbänden wichtige Foren für einen Austausch über die genannten Ansprüche, doch ist keineswegs sicher, wie intensiv sie dazu genutzt werden. Letztendlich ist davon auszugehen, dass Planerinnen und Planer in der Praxis veränderte Rahmenbedingungen und veränderte Ansprüche an ihre Arbeit über gesetzliche und andere Vorgaben vermittelt bekommen und sich über sie in ihrem unmittelbaren Arbeitsumfeld austauschen. ...«
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