Unterschiede im baulich-gestalterischen Erscheinungsbild deutscher Städte – über lokalspezifische Praktiken und Routinen der Stadtgestaltung


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Claus C. Wiegandt, Katharina Brzenczek 

 

»Unterschiede im baulichen und architektonischen Erscheinungsbild deutscher Städte sind nicht allein aus ihrer Geschichte oder ihrer ökonomischen Leistungsfähigkeit zu erklären. In unserem Beitrag arbeiten wir heraus, dass »Stadtgestalt« in den vier deutschen Fallstudienstädten München, Köln, Bonn und Braunschweig vielmehr auch als Ergebnis eines Aushandlungsprozesses zu begreifen ist, in dem sich das Bewusstsein der beteiligten Akteure für eine hochwertig gestaltete gebaute Umwelt ebenso widerspiegelt wie die Verhandlungsmacht der am Bau- und Planungsprozess beteiligten Akteure, entsprechende Aspekte der Gestalt in die Aushandlung um bauliche Vorhaben einzubringen. Dabei spielen sowohl die gesellschaftlichen Interaktions- und Handlungsstrukturen der beteiligten Akteure als auch das institutionalisierte und normative Regulationssystem eine Rolle. In den letzten Jahren gewinnen neue Konstellationen zwischen privaten und öffentlichen Akteuren zunehmend an Bedeutung. Etablierte Spielregeln und Verfahrensabläufe im Bau- und Planungsgeschehen werden dabei durch neue oder modifizierte Regeln ergänzt, die stadtspezifisch eingesetzt werden und Unterschiede in der aktuellen baulichen Gestalt zwischen deutschen Innenstädten erklären können.. ...«

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