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Fokus 1 - Ausgabe I|2007
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 Peter Lau
Die Menschen

»Alles steht in den Gesichtern der Menschen. Das gesamte Leben, Freude und Leid, Liebe und Angst, Geburt und Tod, schlechte Gewohnheiten und gute Ideen. Alles hinterlässt Spuren, unter den Augen und in den Mundwinkeln, zieht Linien und formt Flächen, bis sich ein stetes Gesicht bildet, das wie ein Schatten über jedem aktuellen Ausdruck liegt. Es ist überall zu sehen, auch in Hoyerswerda in der Oberlausitz, ganz im Osten Sachsens. Dort sind die Alten gut gekleidet und gucken trotzdem böse – selbst wenn sie versuchen zu lächeln, das kommt wohl vom Bergbau, in dem früher alle gearbeitet haben, der macht hart. Da hilft auch nicht die üppige Alterssicherung, denn es gilt: hohe Rente bei niedriger Lebenserwartung. Gute Laune macht das nicht. Aber das Elend lebt an vielen Orten. Und das geht auch, solange es einen Ausgleich gibt, in den linienlosen Gesichtern der Kinder, ihrer Offenheit, Neugier, Freude, einem Spiegel der Zukunft. ...«

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