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Foyer - Ausgabe 4|2006
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Walter SiebelLangfassungen zur »edition stadt|entwicklung«,
Planung neu denken, Band 1
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Walter Siebel
Wandel, Rationalität  und Dilemmata der Planung

»Planung ist, was Planer tun. Der einfache Satz wirft Fragen auf: Wer  ist Planer und was unterscheidet die Tätigkeit des Planens von anderen Formen sozialen Handelns? Der Angestellte, der über seinen nächsten Urlaub nachdenkt, der Global Player, der eine Produktion in ein Land mit niedrigen Steuern und noch niedrigeren Löhnen verlagert, der Spin-Doktor, der die nächste Wahlkampagne vorbereitet – sie alle planen. Planung meint einen besonderen Typus sozialen Handelns, der sich von anderen Formen sozialen Handelns durch seinen Rationalitätsanspruch unterscheidet. Dieser Handlungstypus kommt in allen gesellschaftlichen Bereichen vor. Allerdings gibt es eine akademisch ausgebildete Profession der Planer nur in der Stadt- und Regionalplanung bzw. genereller der Raumplanung. Im folgenden wird nur vom Tun dieser professionellen Planer die Rede sein. Die Geschichte der Planung soll daher anhand von zwei Fragen dargestellt werden: Was tun Stadt- bzw. Raumplaner (1) und welchen Rationalitätskriterien unterliegt ihr Handeln (2)? Die Anforderungen an Planung und die Kriterien ihrer Rationalität sind nicht frei von Widersprüchen. Sie sollen zum Schluss als Dilemmata von Planung benannt werden (3). ... «

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